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Nach Indonesien auswandern: Wie ich mein Traumleben in Bali verwirklichte (+ praktische Tipps für 2025)

Von Tobias Fendt ✓ Zuletzt aktualisiert am 10. November 2025

Stell dir vor, du wachst jeden Morgen zum Klang tropischer Vögel auf, während warme Sonnenstrahlen durch dein Fenster fallen und der Duft von Frangipani in der Luft liegt. Genau das ist seit drei Jahren meine Realität, nachdem ich den Mut gefasst habe, Deutschland zu verlassen und nach Bali auszuwandern. Was als verrückter Traum begann, wurde zur besten Entscheidung meines Lebens – und in diesem Artikel zeige ich dir, wie auch du diesen Schritt erfolgreich meistern kannst.

Inhaltsverzeichnis

Warum Indonesien das perfekte Auswanderungsziel ist

Leben wie im Paradies – ohne sich zu ruinieren

Als ich damals in meiner Münchner 2-Zimmer-Wohnung für € 1.200 monatlich saß und den Regen gegen die Scheibe prasseln hörte, träumte ich von einem Leben, das mehr bietet als nur Arbeit und Routine. Heute zahle ich für meine 3-Zimmer-Villa mit Pool und Garten in Ubud gerade mal € 600 im Monat – und das ist noch nicht einmal das Günstigste, was du finden kannst.

Die Lebenshaltungskosten in Indonesien sind ein echter Gamechanger. Während ich in Deutschland für einen Restaurantbesuch mindestens € 25 hinblätterte, bekomme ich hier ein köstliches Nasi Goreng für umgerechnet € 2. Meine monatlichen Ausgaben für Lebensmittel? Etwa € 150 für hochwertiges, frisches Obst und Gemüse vom lokalen Markt.

Typische monatliche Lebenshaltungskosten in Indonesien:

  • Miete (komfortable Wohnung): € 300-800
  • Lebensmittel: € 100-200
  • Transport (Roller-Miete): € 30-50
  • Restaurants: € 80-150
  • Strom und Wasser: € 30-60
  • Internet: € 15-25

Natur, die dich jeden Tag aufs Neue begeistert

Indonesien ist nicht einfach nur schön – es ist atemberaubend. Mit über 17.000 Inseln bietet das Land eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Vor meiner Haustür erstrecken sich die sattgrünen Reisterrassen von Jatiluwih, eine halbe Stunde entfernt liegt der mystische Vulkan Mount Batur, und nach einer Stunde Fahrt erreiche ich die paradiesischen Strände von Sanur.

Das tropische Klima bedeutet ganzjährig 26-32°C – keine Winterdepression, keine teure Heizung, und definitiv keine Gedanken an dicke Winterjacken. Die Regenzeit von November bis März bringt zwar tägliche Schauer, aber meist nur für ein bis zwei Stunden am Nachmittag. Danach ist die Luft erfrischt und die Natur erstrahlt in noch intensiverem Grün.

Kultur und Gastfreundschaft, die dein Herz berührt

Was mich täglich aufs Neue fasziniert, ist die warme Herzlichkeit der Indonesier. „Selamat pagi!“ – der fröhliche Morgengruß meiner Nachbarin Wayan ist mittlerweile genauso Teil meines Alltags wie der erste Kaffee. Die balinische Kultur mit ihren bunten Zeremonien, den kunstfertigen Tempeln und der tief verwurzelten Spiritualität bietet eine Bereicherung, die man in Deutschland so nicht findet.

Besonders beeindruckend ist das Konzept von „Gotong Royong“ – der Gemeinschaftsgeist, bei dem Nachbarn einander selbstverständlich helfen. Als letztes Jahr mein Roller liegen blieb, kamen sofort drei Nachbarn angerannt, um zu helfen. Ohne zu zögern, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Unternehmerische Möglichkeiten ohne Ende

Für digitale Nomaden und Unternehmer ist Indonesien ein wahres Eldorado. Die Startup-Szene in Jakarta boomt, während Bali sich zum Hotspot für Online-Businesses entwickelt hat. Coworking-Spaces wie Dojo Bali oder Hubud bieten nicht nur schnelles Internet, sondern auch eine inspirierende Community von Gleichgesinnten aus aller Welt.

Ich selbst konnte mein Online-Marketing-Business hier nicht nur fortführen, sondern sogar ausbauen. Die niedrigeren Lebenshaltungskosten ermöglichen es mir, mehr Zeit in die Entwicklung neuer Projekte zu investieren, anstatt mir ständig Gedanken über die nächste Mietzahlung zu machen.

Die wichtigsten Voraussetzungen für deine Auswanderung

Visa-Dschungel entwirren: Dein Fahrplan zum legalen Aufenthalt

Zugegeben, das indonesische Visa-System kann anfangs überwältigend wirken. Aber keine Sorge – einmal verstanden, ist es durchaus machbar. Hier die wichtigsten Optionen für Langzeitaufenthalte:

B211A (Visit Visa):

  • 60 Tage Aufenthalt, verlängerbar um weitere 30 Tage
  • Ideal für „Schnupperaufenthalte“
  • Kosten: ca. € 35

B211A (Social-Cultural Visit):

  • 60 Tage, verlängerbar bis zu 180 Tage insgesamt
  • Perfekt für längere Erkundungstouren
  • Kosten: ca. € 50-80

KITAS (Kartu Izin Tinggal Terbatas):

  • 1 Jahr gültig, jährlich verlängerbar
  • Verschiedene Kategorien: Investor, Ehepartner, Rentner
  • Erfordert lokalen Sponsor oder Anwalt
  • Kosten: € 1.500-3.000 (inkl. Agentur)

Mein Tipp: Starte mit einem längeren Touristen- oder Visit-Visa, um das Land kennenzulernen. Nach 6-12 Monaten hast du ein besseres Gefühl dafür, ob ein KITAS für dich sinnvoll ist.

Für aktuelle Informationen empfehle ich die offizielle Website der indonesischen Einwanderungsbehörde oder die Beratung durch spezialisierte Visa-Agenturen vor Ort.

Finanzielle Voraussetzungen: Wie viel Geld brauchst du wirklich?

Die gute Nachricht: Du musst kein Millionär sein, um nach Indonesien auszuwandern. Die schlechte: Ganz ohne finanzielle Rücklagen geht es auch nicht.

Minimum-Budget für den Start:

  • Erste 3 Monate Lebenshaltungskosten: € 2.000-3.000
  • Kaution und erste Miete: € 600-1.200
  • Visa-Kosten und Behördengänge: € 500-1.000
  • Unvorhergesehene Ausgaben: € 1.000
  • Gesamt: € 4.100-6.200

Für ein KITAS verlangen die Behörden oft den Nachweis eines regelmäßigen Einkommens oder eines Mindestbetrags auf dem Konto. Die Summe variiert je nach Visa-Kategorie zwischen € 2.000-5.000.

Gesundheitsprüfung und Dokumente: Der Papierkram

Ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge ist Pflicht für die meisten Langzeit-Visa. Beantrage es rechtzeitig, da die Bearbeitung in Deutschland 2-4 Wochen dauern kann. Zusätzlich benötigst du:

  • Gesundheitszeugnis (bei manchen Visa-Typen)
  • Nachweis über Hepatitis-B und HIV-Test (nicht älter als 3 Monate)
  • Apostillierte Geburtsurkunde
  • Reisepass mit mindestens 18 Monaten Gültigkeit

Pro-Tipp: Lass alle Dokumente bereits in Deutschland apostillieren und übersetzen. Das spart Zeit und Nerven in Indonesien.

Bahasa Indonesia: Überlebenswichtig oder nice-to-have?

Ehrlich gesagt: In touristischen Gebieten kommst du mit Englisch sehr weit. Aber ein paar Brocken Bahasa Indonesia öffnen Türen und Herzen. Meine ersten Wörter waren „Terima kasih“ (Danke), „Maaf“ (Entschuldigung) und „Berapa harga?“ (Wie viel kostet das?).

Apps wie Duolingo oder Babbel bieten solide Grundkurse. Noch besser: Nimm nach deiner Ankunft lokalen Unterricht. Viele Sprachschulen in Bali bieten Kurse speziell für Expats an.

Wohnen in Indonesien: Von der Bambushütte bis zur Luxusvilla

Mietmarkt verstehen: Wo die besten Deals warten

Der indonesische Mietmarkt funktioniert anders als in Deutschland. Hier gibt es keine Maklerprovision, aber oft wird eine Jahresmiete im Voraus verlangt. Klingt erstmal abschreckend, aber dadurch sparst du am Ende richtig Geld.

Beliebte Wohngebiete für Expats:

Bali:

  • Canggu: Surfer-Paradies, viele Cafés, € 400-800/Monat
  • Ubud: Kulturelles Zentrum, Yoga-Hochburg, € 300-600/Monat
  • Sanur: Ruhig, familienfreundlich, € 500-1.000/Monat
  • Seminyak: Luxuriös, Nachtleben, € 600-1.500/Monat

Jakarta:

  • Kemang: Expat-Viertel, € 500-1.200/Monat
  • Menteng: Zentral, gehoben, € 800-2.000/Monat

Yogyakarta:

  • Günstig, kulturell interessant, € 200-500/Monat

Eigentumsrechte: Die Realität für Ausländer

Hier wird’s kompliziert: Ausländer können in Indonesien grundsätzlich kein Land besitzen. Punkt. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg:

Hak Pakai (Nutzungsrecht):

  • 25 Jahre Nutzungsrecht, verlängerbar
  • Nur für bestimmte Gebiete verfügbar
  • Perfekt für Häuser, nicht für Land

Leasehold-Vereinbarungen:

  • Langzeit-Miete (meist 25-30 Jahre)
  • Häufig mit Verlängerungsoptionen
  • Rechtlich komplexer, aber machbar

Nominee-Konstruktionen:

  • Rechtlich umstritten
  • Vertrauen zu lokalen Partnern nötig
  • Höheres Risiko

Mein Rat: Lass die Finger von dubiosen Nominee-Deals. Arbeite mit seriösen Anwälten und ziehe Leasehold-Optionen in Betracht, wenn du langfristig planst.

Die versteckten Kosten des Wohnens

Neben der Miete kommen weitere Kosten auf dich zu:

  • Strom: € 30-80/Monat (abhängig von Klimaanlagen-Nutzung)
  • Wasser: € 5-15/Monat
  • Gas: € 5-10/Monat
  • Internet: € 15-30/Monat
  • Sicherheitsdienst: € 10-25/Monat (in Wohnanlagen)
  • Müllabfuhr: € 3-5/Monat

Stromkosten können schnell explodieren, wenn du die Klimaanlage dauerlaufen lässt. Ventilatoren sind eine günstige Alternative – und oft ausreichend bei der hohen Luftfeuchtigkeit.

Arbeiten in Indonesien: Chancen und Realitäten

Die heißesten Branchen für Expats

Nach drei Jahren hier kann ich sagen: Die Jobmöglichkeiten sind vielfältiger, als viele denken. Aber realistisch betrachtet konzentrieren sie sich auf bestimmte Bereiche:

Tourismus und Hospitality:

  • Hotelmanagement
  • Reiseleitung
  • Tauchlehrer (PADI-Zertifikat erforderlich)
  • Restaurant- und Bar-Management

Bildung:

  • Englischlehrer (TEFL/TESOL-Zertifikat meist Pflicht)
  • Internationale Schulen
  • Universitäten (höhere Qualifikationen nötig)

Technologie:

  • Software-Entwicklung
  • Digital Marketing
  • E-Commerce
  • Startup-Beratung

NGO und Entwicklungshilfe:

  • Projektmanagement
  • Beratung
  • Fundraising

Arbeitserlaubnis: Der bürokratische Hindernislauf

Ohne KITAS mit Arbeitserlaubnis ist legales Arbeiten unmöglich. Der Prozess ist langwierig und kostspielig:

  1. Firma findet dich und ist bereit zu sponsern
  2. Beantragung des VITAS (Visa Tinggal Terbatas)
  3. Einreise und Umwandlung zu KITAS
  4. Beantragung der IMTA (Arbeitserlaubnis)
  5. Steuerliche Registrierung

Gesamtkosten: € 2.000-4.000 Zeitaufwand: 3-6 Monate

Viele Expats umgehen dies, indem sie remote für ausländische Firmen arbeiten. Rechtlich ist das eine Grauzone – machbar, aber nicht ohne Risiko.

Networking: Dein Schlüssel zum Erfolg

In Indonesien ist Beziehungen aufbauen wichtiger als in Deutschland. Hier meine besten Tipps:

  • Tritt lokalen Expat-Gruppen bei (Facebook hat hunderte davon)
  • Besuche Networking-Events (besonders in Jakarta und Bali)
  • Nutze LinkedIn aktiv – indonesische Unternehmer sind sehr aktiv dort
  • Lerne die Kultur kennen – respektvoller Umgang öffnet Türen

InterNations ist eine fantastische Plattform, um andere Expats zu treffen und berufliche Kontakte zu knüpfen.

Gehaltserwartungen: Die Realität

Seien wir ehrlich: Die Gehälter in Indonesien sind niedriger als in Deutschland. Aber die niedrigeren Lebenshaltungskosten gleichen vieles aus:

Typische Expat-Gehälter (monatlich, netto):

  • Englischlehrer: € 600-1.200
  • Hotel-Manager: € 800-2.000
  • IT-Spezialist: € 1.000-3.000
  • NGO-Projektleiter: € 1.200-2.500

Das mag wenig klingen, aber bedenke: Mit € 1.500 lebst du hier wie ein König, während du in München gerade mal über die Runden kommst.

Die größten Herausforderungen (und wie du sie meisterst)

Visa-Stress: Wenn die Bürokratie zuschlägt

Mein größter Schock kam nach sechs Monaten, als ich mein Visa verlängern wollte. Was eigentlich ein Routinevorgang sein sollte, wurde zum Albtraum: Neue Bestimmungen, zusätzliche Dokumente, und plötzlich stand ich vor der Wahl zwischen einer teuren Visa-Agentur oder einem Visa-Run nach Malaysia.

Meine Lektionen:

  • Verlasse dich nie auf „das haben wir schon immer so gemacht“
  • Halte immer alle Dokumente aktuell
  • Baue dir ein Netzwerk von Visa-Agenturen auf
  • Plane Visa-Verlängerungen mindestens 30 Tage im Voraus

Kulturschock: Wenn „Gummizzeit“ auf deutsche Pünktlichkeit trifft

„Jam karet“ – Gummizzeit – ist ein indonesisches Konzept, das bedeutet: Alles dauert länger als geplant. Termine sind eher Richtwerte, und „gleich“ kann alles zwischen 5 Minuten und 3 Stunden bedeuten.

Anfangs hat mich das wahnsinnig gemacht. Heute schätze ich die Gelassenheit, die dahintersteckt. Mein Tipp: Plane immer Puffer ein und lerne, das Tempo zu entschleunigen.

Gesundheitssystem: Bereite dich vor

Das indonesische Gesundheitssystem ist ein zweischneidiges Schwert. In Jakarta und Bali findest du ausgezeichnete Privatkliniken mit internationalem Standard. Aber bereits 50 Kilometer außerhalb der Touristenzentren kann es problematisch werden.

Meine Gesundheitsstrategie:

  • Auslandskrankenversicherung ist Pflicht (ich empfehle IMG Global)
  • Suche dir früh einen Hausarzt (am besten einen, der Englisch spricht)
  • Halte eine Notfall-Apotheke bereit
  • Kenne die nächste gute Klinik

Die Regenzeit: Wenn das Paradies unter Wasser steht

Meine erste Regenzeit war ein Schock. Straßen werden zu Flüssen, das Internet fällt aus, und die Luftfeuchtigkeit erreicht erdrückende 95%. Aber auch das lässt sich meistern:

  • Investiere in einen guten Dehumidifier
  • Plane Indoor-Aktivitäten für regnerische Tage
  • Nutze die Zeit für Projekte, die du sonst aufschiebst
  • Genieße die dramatischen Gewitter – sie sind wunderschön

Praktische Tipps für die ersten Monate

Geld und Banking: Deine finanzielle Strategie

Das indonesische Bankensystem ist moderner, als du vielleicht denkst. Hier meine Empfehlungen:

Beste Banken für Expats:

  • BCA (Bank Central Asia): Beste ATM-Abdeckung
  • Mandiri: Guter Online-Service
  • CIMB Niaga: Expat-freundlich

Kontoeröffnung benötigt:

  • KITAS oder langfristiges Visa
  • Meldebescheinigung (Surat Keterangan Domisili)
  • Mindesteinlage (meist € 100-500)

Geld überweisen:

  • Wise (früher TransferWise): Günstig und schnell
  • Western Union: Überall verfügbar
  • Bank-Transfers: Teuer, aber sicher

Transport: Wie du dich fortbewegst

Roller sind König: In Indonesien führt kein Weg an einem eigenen Roller vorbei. Eine Honda Scoopy oder Yamaha Mio kostet € 80-120 pro Monat in der Miete. Kaufen (mit Papieren auf indonesischen Namen) kostet € 800-1.500.

Grab und Gojek: Die indonesischen Uber-Alternativen funktionieren perfekt. Sowohl für Transport als auch für Essenslieferung.

Öffentliche Verkehrsmittel: In Jakarta durchaus brauchbar (TransJakarta Busway), in Bali praktisch nicht existent.

Einkaufen und tägliche Besorgungen

Traditionelle Märkte (Pasar): Günstig, authentisch, aber Verhandlung ist Pflicht. Tipp: Schaue zu, was Locals zahlen, und orientiere dich daran.

Supermarkte: Carrefour, Giant, und Hypermart bieten westliche Produkte – zu westlichen Preisen.

Warungs: Kleine Läden um die Ecke, die alles Lebensnotwendige führen. Oft bis spät in die Nacht geöffnet.

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Online-Shopping: Tokopedia, Shopee, und Blibli sind die indonesischen Amazon-Alternativen. Lieferung dauert oft 2-7 Tage.

Soziale Integration: Dein Netzwerk aufbauen

Die Expat-Community in Indonesien ist riesig und hilfsbereit. Hier die besten Wege, Anschluss zu finden:

Facebook-Gruppen:

  • „Expats in Bali“
  • „Jakarta Expat Network“
  • „Germans in Indonesia“

Regelmäßige Events:

  • Hash House Harriers: Laufgruppe mit anschließendem Bier
  • Toastmasters: Internationale Rhetorik-Gruppe
  • Charity-Events: Perfekt, um Gutes zu tun und Leute zu treffen

Sicherheit: Realistisch, aber nicht paranoid

Indonesien ist sicherer, als deutsche Medien oft suggerieren. Trotzdem gilt: Wachsamkeit ist angebracht.

Häufige Risiken:

  • Taschendiebstahl (besonders auf Rollern)
  • Betrug bei Immobilien-Deals
  • Verkehrsunfälle (fahre defensiv!)
  • Naturkatastrophen (Erdbeben, Vulkanausbrüche)

Meine Sicherheitstipps:

  • Vertraue deinem Bauchgefühl
  • Halte Kopien wichtiger Dokumente bereit
  • Informiere dich über lokale Gegebenheiten
  • Vermeide politische Diskussionen
  • Respektiere religiöse und kulturelle Sensibilitäten

Langfristige Perspektiven: Deine Zukunft in Indonesien

Familiengründung in Indonesien

Viele Expats gründen hier ihre Familie. Die Geburtenrate unter Expats ist hoch – kein Wunder bei dem entspannten Lebensstil. Aber es gibt Besonderheiten:

Geburt und Staatsbürgerschaft:

  • Kinder von Expats erhalten nicht automatisch die indonesische Staatsbürgerschaft
  • Deutsche Staatsbürgerschaft für im Ausland geborene Kinder ist möglich
  • Anmeldung bei der deutschen Botschaft ist wichtig

Bildung:

  • Internationale Schulen sind teuer (€ 8.000-20.000/Jahr)
  • Lokale Schulen sind günstig, aber der Unterricht ist auf Bahasa Indonesia
  • Homeschooling wird immer beliebter

Altersvorsorge und Rente

Indonesien hat kein Abkommen über Sozialversicherung mit Deutschland. Das bedeutet:

  • Deutsche Rente wird in Indonesien ausgezahlt (mit Abzügen)
  • Private Altersvorsorge wird wichtiger
  • Krankenversicherung im Alter ist komplex

Plane frühzeitig und konsultiere einen Steuerberater, der sich mit internationalen Sachverhalten auskennt.

Steuerliche Überlegungen

Ab 183 Tagen Aufenthalt pro Jahr giltst du als indonesischer Steuerresident. Das kann kompliziert werden:

Wichtige Punkte:

  • Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Indonesien existiert
  • Einkommen aus Deutschland kann in Indonesien steuerpflichtig werden
  • Professionelle Beratung ist unerlässlich

Die Deutsch-Indonesische Industrie- und Handelskammer bietet Beratung zu steuerlichen Fragen.

Mein Fazit: Ist Indonesien das Richtige für dich?

Nach drei Jahren intensiven Lebens in diesem faszinierenden Land kann ich sagen: Indonesien ist nicht für jeden, aber für die richtigen Menschen ist es das Paradies auf Erden.

Du solltest nach Indonesien auswandern, wenn du:

  • Abenteuerlustig und flexibel bist
  • Niedrigere Lebenshaltungskosten schätzt
  • Tropisches Klima liebst
  • Offen für neue Kulturen bist
  • Remote arbeiten kannst oder in gefragten Branchen tätig bist
  • Einen entspannteren Lebensstil suchst

Du solltest es lassen, wenn du:

  • Perfekte Infrastruktur erwartest
  • Nicht mit Bürokratie umgehen kannst
  • Ungeduldig bist
  • Hohe Gehälter benötigst
  • Nicht auf westliche Annehmlichkeiten verzichten möchtest

Für mich war es die beste Entscheidung meines Lebens. Ich habe hier nicht nur ein neues Zuhause gefunden, sondern auch eine neue Perspektive auf das Leben. Die Herausforderungen sind real, aber die Belohnungen sind es wert.

Wenn du bis hierhin gelesen hast, dann brennt wahrscheinlich schon ein kleines Feuer in dir. Mein Rat: Komm für einen längeren Besuch her, teste das Leben, und triff dann deine Entscheidung. Indonesien wartet auf dich – bereit, dein Leben zu verändern, wenn du bereit bist, dich auf das Abenteuer einzulassen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Geld brauche ich mindestens, um nach Indonesien auszuwandern?

Für einen sicheren Start solltest du mindestens € 5.000-7.000 zur Verfügung haben. Das deckt die ersten 3-4 Monate Lebenshaltungskosten, Visa-Gebühren, Kaution für die Wohnung und einen Puffer für Unvorhergesehenes. Langfristig reichen € 800-1.200 monatlich für einen komfortablen Lebensstil aus.

Kann ich als Deutscher in Indonesien Eigentum kaufen?

Nein, Ausländer können kein Land in Indonesien besitzen. Es gibt jedoch Alternativen wie Hak Pakai (Nutzungsrecht für 25 Jahre) oder Leasehold-Vereinbarungen. Von Nominee-Konstruktionen rate ich ab, da sie rechtlich umstritten sind. Arbeite immer mit seriösen Anwälten zusammen.

Wie ist die medizinische Versorgung in Indonesien?

In größeren Städten wie Jakarta und Bali gibt es ausgezeichnete Privatkliniken mit internationalem Standard. In ländlichen Gebieten ist die Versorgung deutlich schlechter. Eine umfassende Auslandskrankenversicherung ist absolut notwendig. Viele Behandlungen sind günstiger als in Deutschland, bei gleicher Qualität.

Welche Sprache muss ich können?

Englisch reicht in touristischen Gebieten völlig aus. Grundkenntnisse in Bahasa Indonesia erleichtern den Alltag erheblich und werden von Einheimischen sehr geschätzt. Die Sprache ist relativ einfach zu lernen – es gibt keine Fälle, keine Geschlechter und eine logische Grammatik.

Wie finde ich eine Wohnung in Indonesien?

Facebook-Gruppen sind der beste Startpunkt, besonders „Expats in Bali“ oder „Jakarta Housing“. Lokale Immobilien-Websites wie rumah.com helfen ebenfalls. Oft wird die Jahresmiete im Voraus bezahlt, was dir Rabatte von 10-20% einbringen kann. Besichtige immer persönlich und prüfe Wasser, Strom und Internet.

Ist Indonesien sicher für Expats?

Ja, Indonesien ist generell sicher. Die größten Risiken sind Verkehrsunfälle und Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl. Naturkatastrophen wie Erdbeben kommen vor, sind aber selten in bewohnten Gebieten problematisch. Vermeide politische Diskussionen und respektiere religiöse Sensibilitäten. Der gesunde Menschenverstand reicht meist aus.

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